Vorhersage bei Herzaltern mit KI

Ein besonders interessanter Aspekt der Studie ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), um Daten zu analysieren und Muster zu identifizieren, die für den menschlichen Beobachter oft unsichtbar bleiben. KI ermöglichte es den Forschenden, tiefere Einblicke in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Lebensstilfaktoren und Herzgesundheit zu gewinnen.

Die Methodik zur Entwicklung des AI-ECG zur Altersschätzung wurden 774.783 EKGs als Eingabe verwendet, um den KI-Algorithmus zu trainieren, intern zu validieren und zu testen. Es wurde nur ein EKG pro Person verwendet, um eine Kreuzkontamination zu verhindern. Das neuronale Netzwerk wurde implementiert, um den Altersschätzalgorithmus mit einem digitalen 12-Kanal-EKG zu trainieren, anschliessend wurde der Testsatz verwendet, um das optimale Modell zu erhalten. Das Ergebnis war das geschätzte Alter. Der ursprüngliche Algorithmus konnte das Alter anhand des absoluten Fehlers von fast 7 Jahren schätzen. In der Folge wurde festgestellt, dass Personen mit einer Abweichung des AI-EKG-Alters vom chronologischen Alter eine höhere Anzahl bereits bestehender Begleiterkrankungen sowie eine höhere Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Ursachen aufweisen, was darauf hindeutet, dass das AI-EKG-Alter als Indikator für biologisches Altern verwendet werden könnte.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes in der Prävention von Herzerkrankungen. Neben regelmässiger Bewegung und gesunder Ernährung sollten auch Stressmanagement und ausreichender Schlaf als wesentliche Bestandteile eines herzgesunden Lebensstils betrachtet werden.

Die Forschung zeigt klar, dass wir Herzgesundheit nicht isoliert betrachten können. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl physische als auch psychische Aspekte berücksichtigt, ist entscheidend. Die Integration moderner Technologien wie KI in die medizinische Forschung eröffnet dabei neue Möglichkeiten, um Leben zu retten und die Lebensqualität zu verbessern.

Originalartikel Band 100, Ausgabe 12S.

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